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Jahresbericht 2005 | ||||||||||
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Wie jedes Jahr möchten wir auch heuer auf unsere Tätigkeiten im letzten Jahr zurück blicken. 2005 haben wir wiederum viel erreichen können. Zwar in kleinerem Rahmen als die grossen Hilfswerke, dafür aber effizient und direkt haben wir diverse Projekte verwirklicht. Auch die Betreuung unserer Patenkinder in Sri Lanka wird immer professioneller. Dazu aber gleich mehr im Bericht. Wir möchten allen, die uns im vergangenen Jahr unterstützt haben recht herzlich danken. Dank dieser Hilfe war es uns möglich, so viel für die Kinder Sri Lankas zu tun. Merci! 1. Patenkinder: Im 2005 konnten wir 7 neue Patenschaften vermitteln. Leider haben auch zwei Patentanten ihre Patenschaften aus finanziellen Gründen nicht weiterführen wollen. Die betroffenen 3 Kinder konnten aber direkt an neue Pateneltern weiter vermittelt werden. Insgesamt werden jetzt 36 Kinder aus armen Familien unterstützt. Davon sind 12 aus der Gegend um Kobeigane, im Hügelland Sri Lankas. Mr. Premachandra, unser verantwortlicher Mann in Sri Lanka, organisiert einmal im Monat ein Treffen mit sämtlichen Patenkindern und ihren Eltern. Dort können sie Sorgen und Probleme äussern und Mr. Premachandra versucht ihnen nach besten Möglichkeiten zu helfen. Zudem wird genau kontrolliert, dass das gespendete Geld ausschliesslich für die Schulbildung der Kinder eingesetzt wird. Alle Patenkinder geben sich grosse Mühe in der Schule und machen gute Fortschritte. Es gibt aber nach wie vor sehr viele Kinder, die ihre Schulbildung aus finanziellen Gründen abbrechen müssen oder gar nie zur Schule gehen können. Einige Zahlen aus einem aktuellen Zeitungsartikel (Daily News Sri Lanka, 04.01.2006): 40% der Bevölkerung Sri Lankas leben unter der Armutsgrenze und verdienen weniger als 50$ im Monat, eines von fünf Kindern ist bei der Geburt untergewichtig, 23% der Kinder sind kleinwüchsig aufgrund von Proteinmangel und 37% sind untergewichtig. Die Armut zwingt viele Familien ihre Kinder von der Schule zu nehmen und sie zur Arbeit zu schicken. Solche Familien haben kaum Zugang zum Gesundheitssystem, wenig Möglichkeiten zur Familienplanung, ihre Kinder leiden an Unter- oder Mangelernährung, bekommen nur eine schlechte oder gar keine Schulbildung, haben kaum Aussichten auf einen guten Job und sind so im gleichen Kreis der Armut gefangen wie ihre Eltern. Helfen sie uns diese Spirale der wiederkehrenden Armut zu durchbrechen! |
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Eines unserer Patenkinder vor seinem Zuhause. In dieser Hütte wohnen 6 Personen (Mutter und fünf Kinder im Alter von 10-23 Jahren). |
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2. Hilfsprojekte: Unsere Projekte werden dank den steigenden Spenden immer vielfältiger und grösser. Und wir hoffen sehr, dass dieser Trend im 2006 anhält. Wir können natürlich niemals mit den professionellen Hilfswerken mithalten, aber wir versuchen in unserem Rahmen etwas zu bewirken. Für die Familien denen wir helfen können, macht es auf jeden Fall DEN entscheidenden Unterschied aus! Nachfolgend eine Aufstellung unserer Projekte im 2005: - Tsunami-Wiederaufbauhilfe: Unser wichtigstes und grösstes Projekt dieses Jahr war natürlich die Wiederaufbauhilfe. Mit den 5'388.- Franken, die wir zu diesem Zweck erhalten haben, konnten wir 4 Häuser wieder aufbauen, resp. renovieren. Ausserdem konnten wir 260.- an ein Hilfsprojekt zum Bau sanitärer Anlagen in Pottuvil, an der Ostküste Sri Lankas überweisen. - Sendung von Cargoboxen zur Soforthilfe nach dem Tsunami: Direkt nach dem verheerenden Tsunami, schickten wir im Januar 2005 zwei Cargoboxen nach Sri Lanka, gefüllt mit Kleidern, Schuhen und Spielsachen, die eine befreundete Nonne an die Flutopfer an der Küste verteilt hat. - Diyagala Boy’s Town, Ragama Zwei Cargoboxen gefüllt mit kleineren Maschinen und Kleiderspenden der Mitarbeiter konnten dank der Bosch AG Schweiz, sowie Coop Heim + Hobby Ittigen nach Ragama geschickt werden. Eine Spende von 500.- deckte nicht nur die Transportkosten von 240.- für diese Boxen, sondern konnte auch noch in ein Hilfsprojekt (Bau von sanitären Anlagen nach dem Tsunami) investiert werden. - Schulbücherprojekt, Nikaweratiya Durch eine grosszügige Spende von sFr. 450.- konnten für 50 Schulkinder aus sehr armen Familien im Distrikt Nikaweratiya neue Uniformen und Schulbücher gekauft werden. Die Kinder wurden aus 10 verschiedenen Dorfschulen von den jeweiligen Lehrern ausgewählt, so dass wirklich die allerärmsten Kinder Hilfe erhielten. - Fussballklub Nainamadama, Nainamadama Eine grosse Cargobox gefüllt mit Leibchen, Shorts und acht Fussbällen gesponsert vom Schweizerischen Fussballverband SFV konnten wir nach Nainamadama schicken. Die Freude der Buben muss man sich erst einmal vorstellen. Sie hatten vorher noch nie in richtigen Fussballdress gespielt, da machte es auch nichts, dass die Kleider zum Teil etwas zu gross waren! - Veloprojekt, Nikaweratiya: 2005 konnten wir erneut drei Velos nach Sri Lanka schicken, die an Schulkinder mit sehr weiten Schulwegen verteilt wurden. Die Kosten für den Transport eines Velos belaufen sich auf sFr. 30.- Muss es ausserdem repariert werden, rechnen wir zusätzlich sFr. 10.- Kosten an Material und Arbeit ein. Wenn sie ihr altes Velo nach Sri Lanka schicken möchten, holen wir ihren Drahtesel gerne unentgeltlich bei ihnen zu Hause ab. Wir wären aber sehr froh, wenn sie sich an den Transport- und allfälligen Reparaturkosten beteiligen würden, damit die anfallenden Spesen nicht allzu hoch für uns werden. - Hörgeräte für Dhanuja Nimshan, Nainamadama: Dhanuja ist seit seiner Geburt taub, obwohl er mit den entsprechenden Hörhilfen durchaus etwas hören könnte. Mit zwei Occasionsgeräten aus der Schweiz, die zusammen 100.- gekostet haben, konnte ihm jetzt endlich geholfen werden. Sie sehen also, auch mit kleinen Beträgen kann viel erreicht werden! - Kleiderspende für Semesh Manathunga, Bandarawela: Der kleine Semesh kam im Oktober 2004 mit einem Herzfehler zur Welt. Mittlerweile konnte er erfolgreich operiert werden, ist aber immer noch sehr schwach und in seiner Entwicklung (noch) zurückgeblieben. Weil es im Bergland oft ziemlich kühl wird, haben wir für Semesh ein Paket mit warmen Kleidern und Finkli zusammengestellt und im November nach Sri Lanka geschickt. |
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![]() Schulbücherprojekt Nikaweratiya: Mr. Premachandra mit den 50 Schulkindern, die von diesem Projekt profitierten.
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Auch im 2006 möchten wir wieder vielen Menschen in Sri Lanka helfen. Dies können wir aber nur mit ihrer Hilfe tun. Es sind keine grossen Projekte, die wir mit unseren limitierten Mitteln verwirklichen können. Aber es ist eine direkte und unbürokratische Hilfe, die ankommt! Von den vorhandenen Spendengeldern werden einzig die Bankspesen für die Überweisung nach Sri Lanka abgezogen. Alle Mitarbeiter in der Schweiz und in Sri Lanka arbeiten ehrenamtlich. Sämtliche Materialien wie Druckfarben, Papier, Briefmarken etc. werden von uns (S. Wanzenried und N. Karawe) bezahlt. So können wir ihnen garantieren, dass ihre Gelder wirklich den Menschen in Sri Lanka zugute kommen und nicht in irgendeiner administrativen Verwaltung versickern. Natürlich ist unsere Arbeit vergleichsweise winzig, ein Tropfen auf den heissen Stein, aber für diejenigen Menschen, denen wir helfen können, ist es der Tropfen, der zählt! Spenden Sie bitte an: „Verein Udau“, 3063 Ittigen Konto-Nr. 16 6.057.553.00 / Valiant Bank, 3001 Bern
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