North Western Sambodhi Niwasaya, Lunuwila:

Im "North Western Sambodhi Niwasaya", einem buddhistischen Heim für körperlich und geistig behinderte Männer, legt man grossen Wert auf Selbständigkeit. Der Heimleiter Mr. Somaweera, ist selber auf einen Rollstuhl angewiesen und auch die übrigen Mitbewohner stecken ihre Handicaps erstaunlich gut weg. Im gesamten Heim gibt es keine einzige Pflegerin, keine Ärzte, Köche oder Putzfrauen. Alles wird von den Männern selbst erledigt. Es herrscht eine Kultur des gegenseitigen Helfens nach dem Motto: "Was ich nicht kann, kann vielleicht mein Freund für mich erledigen". Wir haben bei unseren Besuchen nie jemanden traurig oder missgestimmt erlebt. Nie hat jemand gejammert. Alle versuchen das Beste aus ihrer Situation zu machen. Die Männer haben einen grossen Gemüsegarten und verkaufen ihre Produkte auf dem Markt. Weitere Einkommensquellen sind die Kokosfaserprodukte (wie Seile, Matten, Bürsten etc.) die sie herstellen, sowie die Rollstuhlwerkstatt, wo im Auftrag der Regierung gespendete Rollstühle aus dem Ausland geflickt werden. Dorfbewohner spenden manchmal Lebensmittel oder gesamte Mahlzeiten aber oft ist das Geld sehr knapp und reicht kaum für den Lebensunterhalt der Männer aus. Grosse Freude hatten sie deshalb an unseren Kleidern und Schuhen, die wir in zwei Cargoboxen ans Heim geschickt hatten. Auch eine Occasions-Stereoanlage sowie ein altes Fernsehgerät konnten wir dank privaten Sachspenden ans Heim übergeben.

Der Heimleiter Mr. Somaweera (links) und sein Stellvertreter (rechts) mit der "neuen" Stereoanlage für das "North Western Sambodhi Niwasaya"