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Tsunami - Wiederaufbauhilfe | ||||||||||
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Von den vier Häusern, die wir neu bauen, resp. renovieren konnten, gehörte eines der Familie Aswar aus Hambantota, an der Südküste Sri Lankas. Ihre Geschichte möchten wir ihnen hier erzählen. Die Familie von M.J.M. Aswar lebte an der Küste bei Hambantota und gehört dem islamischen Glauben an. In Sri Lanka gibt es etwa 7% Muslime, die zum allergrössten Teil aber sehr moderat eingestellt sind. Die Frauen tragen den Schleier (wenn überhaupt) meist locker über dem Hinterkopf und ziehen den am Hals geschlossenen Vollschleier nur zu besonderen Anlässen (wie z.B. Gang zur Moschee oder Fotos) an. Muslime sind in Sri Lanka oft Händler, Aswar aber ist Analphabet und arbeitet in einer Salzsaline in Hambantota. Den Tsunami am 26.12.2004 hat er so erlebt: „Ich war am arbeiten in der Saline. Alles war wie immer, bis plötzlich das Wasser ruckartig stieg. Die Saline liegt ein bisschen geschützt, darum erreichte uns die volle Wucht der Welle nicht und ich konnte mich auf höher gelegenes Land retten. Als das Wasser nach der ersten Welle wieder zurückging, rannte ich so schnell ich konnte nach Hause. Unser Haus lag direkt am Meer und es wohnten vier Familien darin. Meine Frau war mit den Kindern nach Alokapura gegangen, um Verwandte zu besuchen, aber der Rest meiner Familie, Eltern, Bruder, Schwester und deren Familien waren zu Hause geblieben. Als ich ankam, war unser Haus weg – einfach weg! Ich suchte meine Angehörigen überall. Vater und Bruder fand ich schwer verletzt und brachte sie ins Spital. Meine Schwester und Schwägerin waren einkaufen gegangen und bleiben unverletzt. Aber meine Mutter, die beiden Kinder meiner Schwester und der kleine Sohn meiner Schwägerin blieben verloren. Die Welle hat sie mitgerissen und wir konnten sie bis heute nicht finden...“ |
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| Aswar’s Familie gehört zu jenen Opfern des Tsunami, die nicht mehr an der Küste bleiben wollten. Von den Eltern seiner Frau haben sie ein kleines Stück Land in Alokapura (etwas im Landesinneren gelegen) geschenkt bekommen, wo sie ihr Haus wieder aufgebaut haben. Im Haus wohnen wieder drei Familien: Aswar mit seiner Frau und den Kindern, der Vater, der Bruder und die Schwester mit ihren Ehepartnern. Mit ihren eigenen Ersparnissen, sowie einer Spende von 1'500.- Franken konnte das Haus in traditioneller srilankischer Bauweise gebaut werden. Wie auf dem Foto zu sehen, ist es aber immer noch nicht ganz fertig, da es in Sri Lanka nach wie vor einen massiven Mangel an Baumaterialien und vor allem an ausgebildeten Fachkräften gibt. Die Familien leben aber bereits jetzt im Haus, auch wenn Türen und Fenster noch fehlen. Aswar hat uns gebeten, ihnen allen an dieser Stelle von ganzem Herzen zu danken! Für ihn (und auch für die anderen drei Familien, deren Haus wir dank den Spenden wieder aufbauen konnten) ist es immer noch wie ein Wunder, dass sein Zuhause wieder steht. | |||||||||||
![]() Das neugebaute Haus in Alokapura bietet Platz für drei Familien |
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